II. Markenrecht
Kennzeichenverletzung soll Verbrechen werden
Im Rahmen einer Initiative gegen Markenpiraterie wird über einen neuen
Maßnahmenkatalog diskutiert. Es handelt sich dabei um Forderungen, die der
deutsche Markenverband mit Justizministerin Brigitte Zypries besprochen hat.
Diese rechtspolitischen Forderungen seien auf Grund der wirtschaftlichen
Bedeutung der Marken sehr ernst zu nehmen.
Gefordert wird unter anderem:
Eine Anhebung der Strafandrohung für die strafbare Kennzeichenverletzung (§
143 I MarkenG) auf mindestens 1 Jahr. Weiterhin soll die zivilrechtliche
Durchsetzung von geistigen Eigentumsrechten gestärkt werden. Schließlich
sollen auch im Bereich der Störerhaftung Veränderungen vorgenommen werden,
damit Privilegierungen wie etwa durch das Teledienstgesetz Markenmissbrauch
nicht erleichtern. Auch sollen bundesweit Schwerpunkt-Staats¬anwaltschaften
zur Bekämpfung der Markenpiraterie geschaffen werden (wie bereits in Hessen
und Bayern geschehen).
Anmerkung:
Zahlen zur Kennzeichenverletzung:
Im Jahr 2004 hat der deutsche Zoll 15 Millionen Artikel beschlagnahmt, wobei in ca. 95 % der Fälle Markenrechte verletzt waren. Nach Schätzungen der EU entstehen durch Marken- und Produktpiraterie weltweit Schäden in Höhe von 200-300 Milliarden Euro
Anmerkung:
Zahlen zur Kennzeichenverletzung:
Im Jahr 2004 hat der deutsche Zoll 15 Millionen Artikel beschlagnahmt, wobei in ca. 95 % der Fälle Markenrechte verletzt waren. Nach Schätzungen der EU entstehen durch Marken- und Produktpiraterie weltweit Schäden in Höhe von 200-300 Milliarden Euro

